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LITERATUR - ROBERT BURNS
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Robert Burns

Teil 6

A Poet's Welcome to His Love-Begotten Daughter

The first instance that entitled him to the venerable appellation of father.

Thou's welcome, wean; mishanter fa' me,
If thoughts o' thee, or yet thy mammie,
Shall ever daunton me or awe me,
My sweet wee lady,
Or if I blush when thou shalt ca' me
Tyta or daddie.

Tho' now they ca' me fornicator,
An' tease my name in countra clatter,
The mair they talk, I'm kend the better,
E'en let them clash;
An auld wife's tongue's a feckless matter
To gie ane fash.

Welcome! my bonie, sweet, wee dochter,
Tho' ye come here a wee unsought for,
And tho' your comin' I hae fought for,
Baith kirk and queir;
Yet, by my faith, ye're no unwrought for,
That I shall swear!

Sweet fruit o' monie a merry dint,
My funny toil is no a' tint,
Tho' thou cam to the warl' asklent,
Which fools may scoff at;
In my last plack thy part's be in't
The better ha'f o't.

Tho' I should be the waur bestead,
Thou's be as braw and bienly clad,
And thy young years as nicely bred
Wi' education,
As onie brat o' wedlock's bed,
In a' thy station.

Wee image o' my bonie Betty,
As fatherly I kiss and daut thee,
As dear and near my heart I set thee
Wi' as gude will
As a' the priests had seen me get thee
That's out o' hell.

Lord grant that thou may aye inherit
Thy mither's person, grace, an' merit,
An' thy poor, worthless daddy's spirit,
Without his failins,
'Twill please me mair to see thee heir it,
Than stockit mailens.

For if thou be what I wad hae thee,
And tak the counsel I shall gie thee,
I'll never rue my trouble wi' thee -
The cost nor shame o't,
But be a loving father to thee,
And brag the name o't.

Burns bekam stürmische Reaktionen auf seine Gedichte, die nicht nur darauf zurückzuführen waren, daß er unorthodoxer Kritiker des Systems Staat und Kirche war und ein schottischer Patriot, der mit seinen Versen auch Reminiszenzen bei den Angehörigen der Oberschicht wachgerufen hatte, die sich bereits stark von schottischem Brauchtum entfernt hatten. Er hatte es auch zu tun mit einer "in-group" von literarisierten Großbürgern, die sich an rousseauscher Naturhaftigkeit und bukolischen Schäferidyllen sattgelesen hatten und nun danach dürsteten, einen naturhaften, unverdorbenen Menschen edlen Charakters endlich auch leibhaftig zu besichtigen. Robert Burns hatte sich in der Pose des einfachen Ackerbauern gefallen, der, so schreibt er in seinem Vorwort, zur eigenen Unterhaltung und zur Ablenkung von der harten Feldarbeit zu dichten begonnen habe, mit einfachen Ansichten über das Leben und Land; seiner innigen Verbundenheit mit dem Land seiner Vorväter in zarten, ungeübten Versen Ausdruck zu geben versuche. Und genau so ein Naturbursche und Ackerpflüger, dessen Ansinnen wohl der Himmel gebracht habe, wurde in Edinburgh zwecks Auffrischung der eingefahrenen Diskurse sehnlichst erwartet.

Mit seinem Vorwort hatte Burns natürlich schamlos übertrieben, doch schon bald kamen aus der Hauptstadt so viele Einladungen, daß er sich entschloß, ihnen nachzukommen, wohl auch, um wohlmeinende Gönner zur Finanzierung seines nächsten Gedichbandes zu suchen. So wurde er fast ein Jahr lang von Salon zu Salon gereicht und fand Eingang in die Ersten Kreise, nur daß er sich dort vollkommen selbstbewußt zu bewegen verstand, den Gesprächen gewachsen war und überhaupt keine Scheu vor höher gestellten Persönlichkeiten zeigte. Seine Bildung war eben doch nicht vom Himmel gefallen, was er sehr wohl wußte, und als dies auch die Kreise begriffen, die das Naturhafte an ihm goutieren wollten, werden sie sich wenigstens über die Sensation entzückt gezeigt haben, die ein Platon rezitierender Lowland-Bauer wohl auch ist.

Zu Teil 7