Whisky.de Logo
Unbekannter Benutzer [anmelden]
Musik
Reisen, Küche, Kultur
und Geschichte whisky-
herstellender Länder
Home Kultur Musik

Banner Celtic Whisk(e)y Banner Spirituosentheke Banner Rum und Co Banner Irish Whiskeys

Der Traum der Deirdre Campbell-Shaw

0728_dei2Das renomierte “Journal of the Scots Heritage Society” schrieb unter der Überschrift „Die Stimme eines Engels und einer himmlischen Harfe“ über sie: “Deirdre Campbell-Shaw verdient all den Erfolg und die Anerkennung, die sie jetzt reichlich bekommt. Wir sind sicher, dass wir in den kommenden Jahren noch viel von ihr hören werden.“

Campbell-Shaw brachte vor kurzem ihre zweite CD heraus, Titel: Ae fond kiss“, auf der bringt sie bekannte Songs von Robert Burns, sowie einige Lieder aus Irland und Wales. Deirdres Sprachkenntnisse, sie beherrscht fünf Sprachen, ermöglichen es ihr fliessend vom Gälischen ins Walisische zu wechseln und so die „auld Scotch sangs“ von Burns authentisch zu interpretieren. Insgesamt werden 21 Songs vorgestellt, darunter der Titelsong „Ae Fond Kiss“ und andere Klassiker des schottischen Poeten und Barden wie „Lea Rig“ und „Oh Whistle And I’ll Come Tae My Lad“. Andere Traditionals wie „Eriskay Love Lit“ und Sir Walter Scots Balade „Jock O’Hazeldean“ vervollständigen.

 

Deirdre ist östlich von Edinburgh (zwischen Duddington und Portobello) geboren und hat in den letzen Jahren intensiv Gälisch gelernt um ihren Liedern „näher“ sein zu können. Begonnen hatte alles mit ihrer Großmutter, die ihr die alten Lieder beigebracht hat und ihrer Mutter, die bald darauf für ihr „wee blonde moppet“ einen Klavier-Lehrer engagierte. Es sollte nicht lange dauern, dann spielte Deirdre auch Klarinette, Horn und gälische Harfe. Sie gewann ein Stipendium am George Watson’s Collge in Edinburgh und hatte Musik-Lehrer wie Patrik Criswell und Cecelia Cavaye. Dort wurde auch ihr Interesse an den Wurzeln ihrer gälischen Herkunft geweckt. Weitere Stipendien und bekannte Lehrer wie Neil Mackie (Royal College of Music, London) waren verantwortlich für ihre weitere Entwicklung. Dabei mußte sie früher oder später auch auf das Werk von Robert Burns stoßen, das seitdem ein fester Bestandteil ihres Repertoires ist.

0728_dei3Doch eine Karriere als Berufsmusikerin war erst einmal nicht angesagt, denn die Einkommensmöglichkeiten waren Mitte der 90er Jahre einfach zu ungewiss in diesem Bereich. So ging sie zuerst als Englischlehrerin nach Deutschland, erwarb dann in Edinburgh ein Diplom in Marketing und arbeitete anschließend in Deutschland in einem großen Unternehmen in diesem Bereich. Die Musik blieb jedoch ihre große Leidenschaft und so ließ sie sich bei einem der führenden schottischen Harfenbauer ein Instrument, eine 23-seitige piktische Harfe bauen. Allerdings ließen der 10-12 Stunden Arbeitstag ihr nicht wirklich Zeit dafür.

Dann änderte etwas ihr Leben von Grund auf:

 

„Eines Nachts hatte ich einen Traum, der wirklich mein Leben änderte. Er war so lebendig, so real, dass ich mich noch heute an jedes Detail erinnere. Ich war 65 Jahre alt und bei meiner eigenen Pensionierungs-Feier zu Gast. Es gab Blumen und Champagner und schließlich die Medaille, auf der stand, daß mir für 30 Jahre Arbeit gedankt wurde. Aber dann plötzlich spürte ich eine unendliche Trauer… ich dachte, warum hast Du nicht mit 35 Jahren angefangen als Musikerin zu leben. Ich wachte sofort auf und wusste, was ich zu tun hatte. Noch am gleichen Tag kündigte ich.“

Es sollte nicht immer einfach werden, aber es war klar, dass es kein Zurück geben konnte und dass am Ende der Erfolg stünde.

2003 wurde Deirdre zur 100th Anniversary Competition for the Royal National Mod eingeladen, DAS kulturelle Gälisch-Event Schottlands. Obwohl sie zu dieser Zeit noch kein einziges Wort Gälisch verstehen konnte, gewann sie den ersten Preis für ein gälisches Lied, begleitet von ihrer Harfe.

Dieser Preis war ihr Aufforderung genug Gälisch zu lernen „Ich glaube, dass es wirklich wichtig für mich ist, die Sprache meiner Vorfahren zu erlernen, auch weil ich damit endlich in der Lage bin die Liedertexte richtig zu verstehen und zu betonen.“