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Blanton’s Kentucky Straight Bourbon Whiskey – „Straight from the barrel“

Lange sagte man über den 1881 in Kentucky geborenen Colonel Albert Blanton, dass ihm stets nur das Beste gut genug sei. Schon vor der Prohibition war sein Schaffen bereits eine Legende. Heute ist sein Bourbon, ein Zeugnis einer beinahe verloren gegangenen Handwerkskunst, die ihresgleichen sucht. Sein einzigartiger Geschmack sowie sein individueller Charakter begeistern alle Kenner.
Im Reifeprozess wird der „New Make“, wie der junge Bourbon in Fachkreisen heißt, in Eichenfässern gelagert, deren Innenfläche stark angekohlt wird. Hierbei wird seit dem 18. Jahrhundert lediglich einheimisches „American White Oak“ verwendet. Dadurch erhält der Bourbon sein typisches Aroma von Vanille und Karamell. Da nur neue Fässer intensiv das Aroma des Brandes beeinflussen können, muss Bourbon in der Regel auch nicht so lange in ihnen reifen wie zum Beispiel Scotch, der ausschließlich in gebrauchten Fässern reift. Ein Bourbon muss gesetzlich mindestens zwei Jahre in neuen Eichenfässern ausgebaut werden.
Der Blanton’s Original hingegen reift in der Regel sechs Jahre bis zur Abfüllung. Hat ein Whiskeyfass seine optimale Reife erreicht, entscheidet der Brennmeister, ob der Whiskey dem Qualitätsniveau eines Blanton’s Bourbon entspricht. Wenn ja, wird das Fass getrennt von Hand abgefüllt und nicht – wie der größte Teil der Produktion in Kentucky – mit anderen Whiskies verschnitten. Entsprechend wird die Fassnummer auf dem Etikett gekennzeichnet. Auf den Einsatz geschmacksverstärkender Aromenstoffe sowie Zucker und Farbstoffe verzichtet Blanton’s ebenfalls. Die Erzeugung ist daher enorm arbeitsintensiv, dennoch - ein Blanton’s

Bourbon ist die Mühe wert! Denn nur das Beste ist

Ihnen, ist Blanton’s gut genug!

Tasting Notes:

o        Farbe: Golden mit kupferfarbenen Reflektionen
o        Nase: Honig, kandierte Früchte (Aprikosen) und Gewürze (Pfeffer und Muskat)
o        Geschmack: voll, fett, drückt die Weichheit von Mais, Vanille und Zitrusfrüchte
o        Nachklang: eindrucksvoll lang auf der Basis eines Holz-Vanilleklanges. Karamelisierte Aprikose, Mirabelle, Pflaume

 

Importeuer für Deutschland: Schlumberger

    

Die Marke führte bislang ein Schattendasein in Deutschland. Der bisherige Importeur wußte wohl auch nicht zu würdigen, was er da „im Stall“ hatte. So wurde einmal Whisky.De gefragt, weil wir eine Kleinigkeit für den damaligen Importeur erledigt hatten, ob wir dafür ein paar Flaschen „Rackerauchzart“ haben wollten. Auf meine dankende Ablehnung hieß es, naja, dann hätten wir hier noch „so einen Bourbon und dann kam ein Blanton’s.

All das soll Vergangenheit sein und die Marke hat auch besseres verdient um nicht zu sagen, sie hat das Beste verdient, also eine Auszeichnung zum American des Monats. Wer diese Faßstärke das erste Mal probiert, wundert sich nicht nur über die satte Komplexität und die Weichheit und Würzigkeit der Nase sondern ist anschließend wirklich beeindruckt, wenn er/sie liest, dass eben knapp 70% Vol. durch den Kehle rannen. Aber vielleicht können nur so diese kernigen Rosinennoten, die schmelzenden Schokoladen-/Honigtöne so intensiv transportiert werden.

Wer bisher – auch welchem Grund auch immer - American Whiskey gemieden hat, ist aufgerufen hier das Siegel der Flasche zu brechen um sich etwas Gutes zu tun. Wenn alle Americans diese Qualität und dieses Preis-Leistungsverhältnis aufwiesen – armes Schottland. Aber zum Glück gibt es nicht allzu viele Kentucky Straight Bourbons, die in der Premier League mitspielen können. Blanton’s kann es.