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Archiv: Scotch Whisky des Monats im Jahre 2005
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BOWMORE 17 Jahre

Offizielle Vorstellung:

Zwischen Kraft und Zartheit Bowmore, die zweitälteste Brennerei Schottlands, wurde 1779 von der Familie Simson an der Küste von Lochindal auf Islay gegründet, einer etwa vierzig Kilometer langen Hebrideninsel vor der schottischen Westküste. Der kühle atlantische Wind, die reichen Torfbestände, das reine Wasser und die einmalige Gerste der Insel verleihen diesem Single Malt seinen wuchtigen dennoch weichen, runden und feinwürzigen Charakter.

 

Alter: 17 Jahre. Das Mindestalter des Destillats beträgt 17 Jahre. Es dürfen beliebig viele ältere Destillate zugefügt werden.

Alkohol: 43 % Vol.

Farbe: Sattes Gold

Körper: Voll und weich wie Marshmellows

Nase: Phantastische Balance zwischen Torffeuer, dunkler Schokolade und exotischen Früchten

Gaumen: Sehr komplex, Aromen von Rauch, Torf und Meersalz; Toffee und Schokolade. Sporen von Zitrusfrüchten und Bisquit.

Finish: Sehr langanhaltend, deutliche Karamellnote. Sanft und weich. Ein Dram an den Sie sich immer erinnern werden. Ein Whisky, der alles was typisch „Islay“ ist, reflektiert.

 

 

 

Es muß Anfang der 90er Jahre gewesen sein, also vor knapp 17 Jahren als ich das erste Mal bei Bowmore zu Besuch war. Empfangen wurde ich von Islay Campbell, der zusammen mit Jim MacEwan die Distillery leitete. Während Jim schon damals viel in der Welt herumreiste, war Islay für den tagtäglichen Betrieb zuständig.

Als wir bei einem Gläschen im Sessel saßen und auf den Loch Indaal schauten fragte ich ihn nach seiner Lieblingsabfüllung von Bowmore. Ohne zu überlegen antwortete er, daß sei der 17jährige. Auch damals gab es schon wesentlich ältere Abfüllungen, aber Islay meinte, der 17er wäre noch so frisch, daß er ausreichend Charakter der Distillery darstellt aber gleichzeitig so reif, daß die Holznoten die optimale Verbindung mit mit Distillery-Charakter eingehen.

Dem kann ich mich nur anschließen. Nussig-rauchiger Islay-Charakter, der voll und vor allem voll würzig sich im Mund entwickelt. Ein Toffee-Nachklang, der vielleicht eine Spur zu dünn ist, jedenfalls gegenüber dem raumnehmenden Geschmack.

Clemens Dillmann, 13.9.2005

 

 

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